Öffentlichkeit, öffentliche Meinung und direkte Demokratie. Eine Fallstudie zur Verfassungsreform in Liechtenstein
Das Buch legt eine umfassende Analyse der öffentlichen Kommunikation im Kontext einer direktdemokratischen Volksabstimmung vor. Gegenstand der Fallstudie ist die heftig umstrittene Abänderung der Landesverfassung des Fürstentums Liechtenstein im Jahr 2003.
Diese ging auf die Initiative des
Staatsoberhaupts zurück und konnte eine deutliche Zustimmung der Mehrheit
der Stimmberechtigten erreichen. Vor dem Hintergrund öffentlichkeits-,
demokratie- und kommunikationstheoretischer Annahmen und mit Blick auf die
Besonderheiten kleinstaatlicher Verhältnisse werden die Einflussfaktoren der
Meinungsbildung detailliert analysiert. In selten anzutreffender Breite
widmet sich die Studie der Bedeutung von Medienöffentlichkeit,
Versammlungsöffentlichkeiten und interpersonaler Kommunikation für die
Entstehung und Entwicklung der Bevölkerungsmeinung. Danach ist das
kommunikative Framing der Vorlage für die Meinungsbildung wichtiger, als die
sachbezogenen Informationen des Abstimmungskampfs. Für das
Abstimmungsergebnis sind aber insbesondere die Strategien der
Schlüsselakteure und die vorhandenen Voreinstellungen der Stimmbürger
verantwortlich.
Allgemeine Informationen zur Publikation
Erschienen im Verlag der LAG, 356 S., 32 Abb., 46 Tab., ISBN 978-3-7211-1078-4
Publikationen
Birkner, Thomas (2012):
Das Selbstgespräch der Zeit
Meyen, Michael / Scheu, Andreas (2011):
The role of external broadcasting in a closed political system
Kuhlmann, Christoph / Gehrau, Volker (2011):
Auf der Flucht vor dem Tod?
Birkner, Thomas (2011):
Genese, Formierung, Ausdifferenzierung und Durchbruch des Journalismus in Deutschland

