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Die spezifische Problematik und ein neuer Ansatz in der Methode

Sieht man nämlich von Fragmenten mit geringem Textumfang ab, so hat keine Handschrift einen Text, der mit dem einer anderen identisch ist. Am Ende der Textgeschichte steht zwar eine Textform, die von Handschriften mit relativ wenigen Varianten überliefert wird; je weiter man jedoch in der Textgeschichte zurückgeht, um so mehr unterscheiden sich die Texte voneinander. Die Differenzen gerade in alten Überlieferungsschichten sind ganz erheblich.

Zu der starken Varianz der Texte kommt das Problem, dass sie hochgradig kontaminiert sind, d.h. die Kopisten haben immer wieder Lesarten einfließen lassen, die nicht in ihrer Vorlage standen, sondern die sie aus anderen Quellen kannten. Das erschwert genealogische Untersuchungen außerordentlich. Herkömmliche Verfahren sind für kontaminierte Überlieferungen nicht geeignet. So musste eine neue Methode
(Kohärenzbasierte Genealogische Methode) entwickelt werden, die genealogische Zusammenhänge auch in sehr umfangreichem kontaminierten Material finden kann.




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